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Ortsvereins-Freundschaft mit Bovenden Foto: HK
Lutz Riemann mit dem neuen stellvertretenden Vorsitzenden Klaus Hartwig und dem neuen Schriftführer Philip Kersten (v. li.). Herma Niemann HK

22. November 2020: SPD Hattorf plant Ortsvereins-Freundschaft mit Bovenden

Der Hattorfer SPD-Ortsverein hatte zur Jahreshauptversammlung eingeladen. Auf der Tagesordnung standen Wahlen. Gastredner war Kreisrat Marcel Riethig.

Hattorf Die Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Hattorf, die im Landgasthaus Trüter stattgefunden hat, war vom plötzlichen Tod von Thomas Oppermann überschattet. Die Lücke, die Oppermann hinterlasse, werde nur schwer zu schließen sein, so der Vorsitzende Lutz Riemann. In seinem Bericht erwähnte Riemann auch, dass die Corona-Krise einiges durcheinander gebracht und auch diese Jahreshauptversammlung so weit nach hinten geschoben habe. Unter den gegebenen Voraussetzungen habe man deshalb auf das traditionelle Essen verzichtet.

Auch der Samtgemeindebürgermeister, Rolf Hellwig, betonte in seinem Grußwort, dass die Corona-Krise die politische Arbeit das gesamte Jahr begleitet und für eine viermonatige Sitzungsunterbrechung gesorgt habe. „Das war ein kompletter Ausfall der politischen Arbeit, und das bei so wichtigen und aktuellen Themen“. Im kommenden Jahr werde für die SPD wohl das beherrschende Thema die Kommunalwahl am 12. September sein. Dabei könne es einen erheblichen Umbruch in den Räten geben, so der Verwaltungschef, da viele Aktive schon jetzt bekannt gegeben hätten, ihre Ämter nicht mehr fortzuführen. „Das ist eine Chance für Jüngere, sich um die Ämter zu bewerben, in der Hoffnung, dass sich schlagkräftige Gruppen bilden“.

In seinem Bericht appellierte der Vorsitzende Riemann, sich weiter intensiv nach geeigneten Kandidaten umzusehen. Was die vergangenen Unstimmigkeiten in den Fraktionen anginge, sagte er, dass sich die Mitglieder der Samtgemeinde-Ratsfraktion um das Wohl der Samtgemeinde kümmern und die Fraktionsmitglieder der Mitgliedsgemeinden um das Wohl der Mitgliedsgemeinden. „Dann ist Kommunikation wichtig. Wir können es uns nicht erlauben, in den Medien als zerrissene Partei dazustehen.“

Eine Idee, die aufgrund der Corona-Krise noch nicht weiter intensiviert werden konnte, sei die einer Ortsvereins-Freundschaft mit Bovenden. Der Zweck sei, sich untereinander besser auszutauschen. Zum Beispiel sei der Ortsverein Bovenden mit seinem Internetauftritt gut aufgestellt, habe aber Probleme bei der Organisation von Veranstaltungen. Hier könne man gegenseitig voneinander aus den Erfahrungen lernen und sich gegenseitig bei Veranstaltungen unterstützen.

Bei dieser Gelegenheit richtete das Ortsvereinsmitglied Ingrid Baum einen Appell an den Vorstand. Baum kritisierte, dass seit anderthalb Jahren nur wenig an Veranstaltungen gelaufen sei, und das schon vor der Corona-Krise. Das mache ihr große Sorgen. Was den eigenen Internetauftritt anginge, könne man auch schon längst reagiert und zum Beispiel eine Honorarkraft hinzugezogen habe. „Wir dürfen uns nicht immer nur Dinge vornehmen, sondern müssen es dann auch anpacken“, so Baum.

Als Gast besuchte der Kreisrat des Landkreises Göttingen, Marcel Riethig die Versammlung. Er ging unter anderem auf die Familienzentren ein, die in jeder Gemeinde des Landkreises vorhanden und bis Ende 2021 finanziert seien (wir berichteten). Als Kandidat für den künftigen Landrat wolle er sich dafür einsetzen, dass die Finanzierung auch über das Jahr 2021 hinaus gesichert werde.

„Wir wohnen, wo andere Urlaub machen“, so der Kreisrat weiter. Der Landkreis Göttingen sei einer unter den zehn Aufsteiger-Regionen. Um die Region noch attraktiver zu machen, müsse man zum Beispiel den Glasfaser-Ausbau weiter vorantreiben und dem Fachkräftemangel entgegen wirken. Er würde immer wieder hören, dass man sich eine engere Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und den Gemeinden wünsche, weil es oft den Anschein habe, dass auf dieser Ebene in unterschiedliche Richtungen gearbeitet würde. „Das hat etwas mit Kommunikation zu tun“, so Riethig, „man muss sich frühzeitig und regelmäßig austauschen und dadurch Vertrauen durch Handeln schaffen“. Deshalb habe Riethig vorgeschlagen zu beantragen, dass sich der Landkreis stärker an den Kosten für Kitas zu beteiligen solle. Es sei Zeit, dass der Landkreis mal einen Vertrauensvorschuss gebe. (Herma Niemann, Harzkurier)

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