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Foto: Karl Heinz Bleß

14. März 2017: Hermann Beck ist seit 70 Jahren Sozialdemokrat

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Sogar der Unterbezirksvorsitzende kam, als heute die SPD Hattorf Hermann Beck, Gerd Grunewaldt und Willi Barke für ihre lange Zugehörigkeit zur SPD in einer kleinen Feierstunde ehrte. Thomas Oppermann war vor allem in die Seniorenresidenz Stiemerling gekommen, weil der 89-jährige Hermann Beck seit 70 Jahren zur Partei gehört.
Barke_Wipke_Oppermann Foto: Karl Heinz Bleß
Thomas Oppermann gratuliert Willi Barke zur Ehrung für seine 25-jährige Treue zur Partei.

Die Abteilung Hattorf hatte für Kaffee und Schnittchen in der Residenz gesorgt. In gemütlicher Runde feierten die Genossen das besondere Ereignis. Im Rückblick erinnerte Georg Wipke kurz an den politischen Werdegang der Geehrten. So war Hermann Beck nicht nur von 1973 bis 1981 im Gemeinderat tätig, er war auch Betriebsratsvorsitzender bei Reifen-Ehrhardt.

Bei Gerd Grunewaldt stellte der Laudator fest, dass dieser der erste Ortsvereinsvorsitzende gewesen ist. Er ist immerhin nun auch schon 50 Jahre in der SPD aktiv und entwickelt vorausschauende Ideen.

Willi Barke wurde für seine 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. Er war damals über den Sport (Tischtennis) zur Partei gekommen. Es war vor allem die Freundschaft, die ihn zu den Sozialdemokraten zog, denn Ämter strebte er nie an, fühlte sich aber richtig in ihren Reihen.

Grunewald_Wipke_Oppermann Foto: Karl Heinz Bleß
Glückwunsch für 50 Jahre Parteizugehörigkeit für Gerd Grunewaldt von Georg Wipke und Thomas Oppermann
Beck_Wipke_Oppermann Foto: Karl Heinz Bleß
Glückwunsch für Hermann Beck

Thomas Oppermann (MdB) sagte mit einem Augenzwinkern zu Hermann Beck, dass er selbst erst später in die SPD eingetreten sei, nämlich 1980. Insofern könne er noch nicht auf eine so lange Mitgliedschaft wie Hermann Beck zurückschauen – erst auf etwas mehr als die Hälfte der Zeit. Die SPD sei die älteste Partei Deutschlands, sagte er stolz, die bereits im Kaiserreich gegründet worden sei. Damals wollten Handwerker sich für die Teilhabe an der gesellschaftlichen Gestaltung einsetzen und traten für mehr Bildung für alle ein. „Daraus entstand dann die Arbeiterbewegung“, so der Vorsitzende der SPD-Bundestagfraktion weiter, die sich für das Wahlrecht der Männer und später auch der Frauen vehement einsetzte. Während der Nazi-Diktatur sei die SPD die einzige Partei gewesen, die gegen das Ermächtigungsgesetz gestimmt habe. Inzwischen habe die SPD dazu beigetragen, dass die Bundesrepublik ein moderner Staat sei. Zwar habe man im Bund längst nicht immer in der Verantwortung gestanden, in den Kommunen seien die Sozialdemokraten aber vielerorts die treibende Kraft gewesen – und noch heute. Das werde gerade an Hattorf deutlich, das im gesamten Landkreis als SPD-Hochburg gelte.

Thomas Oppermann bei Rede Foto: Karl Heinz Bleß
Thomas Oppermann berichtet, wie die SPD derzeit im Aufschwung ist.

Doch auch auf Bundesebene sei die SPD wieder im Aufwind. Martin Schulz verstehe es, die Menschen zu begeistern. Deshalb sei es nicht verwunderlich, dass die politischen Gegner ihn nun angreifen. Dass er aber bei den Menschen ankomme, zeige sich unter anderem daran, dass in den vergangenen sechs Wochen 10.000 Menschen in die SPD eingetreten seien. „Die SPD liege bei Umfragen wieder bei 30 Prozent und darüber. Martin Schulz kann der nächste Kanzler sein“, so Oppermann.

Mit der Union habe man einiges in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht, etwa den Mindestlohn und die Pflegereform. Es gebe mehr Geld für die Pflege. Doch nun sei die Union an ihre Grenzen gekommen. Deshalb müsse die SPD als Mehrheitspartei die Zukunft weiter gestalten, die sicherer und gerechter werden müsse.

Zum Schluss betonte er, dass er stolz sei auf Mitglieder, die 25, 50 oder sogar 70 Jahre Mitglied in der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands seien.

Die Geehrten Foto: Karl Heinz Bleß
v.l. Georg Wipke, Gerd Grunewaldt, Thomas Oppermann, Hermann Beck, Wolfgang Wills und Willi Barke

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