Martin Schulz in Göttingen - Vier Hattorfer dabei

Foto: Karl Heinz Bleß
 

Rund 4000 Menschen sollen gestern bei der Großkundgebung der SPD mit Kanzlerkandidat Martin Schulz, Ministerpräsident Stephan Weil, dem Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, und Bundestagskandidat Marcus Seidel auf dem Platz vor dem Alten Rathaus gewesen sein. Mit dabei aus Hattorf: Ortsvereinsvorsitzender Lutz Riemann, seine Schwester Ellen Riemann, Kreistagsabgeordnete Elke Kreth-Schumann und Jürgen Tegtmeier.

 

Schulz hatte gleich zu Beginn eine Neuigkeit: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) habe sich in den vergangenen Jahren fast nur mit der Maut beschäftigt und nun wolle die Kanzlerin diese Maut gar nicht. Und zu allem Überfluss müsse eine Firma, die die A 1 privat ausgebaut hat, Insolvenz anmelden. Mit der Privatisierung des Autobahnausbaus habe der Minister dieses "in den Sand gesetzt". "Ich werde die Autobahnen nicht privatiseiren", versprach er.

HattorferFoto: Karl Heinz Bleß

Lutz und Ellen Riemann, Elke Kreth-Schumann und Jürgen Tegtmeier in der ersten Reihe

KandidatenFoto: Karl Heinz Bleß

Auf der Bühne: Gabriele Andretta, Bundestagskandidat Marcus Seidel und Thomas Oppermann stellten sich den Fragen der Moderatorin. Marcus Seidel setzt sich dafür ein, dass gleiche Lebensverhältnisse auf dem Land wie in den Ballungsgebieten herrschen. Das bezog er vor allem auf die Anzahl der Ärzte wie auch auf den Breitbandausbau.

Doch dann kam er zu seinem Programm. Für mehr Respekt und gleiche Chancen in Deutschland will er sich einsetzen. Gleichen Lohn für gleiche Arbeit, egal ob für Frauen oder Männer, gleiche Bildungschancen für alle Menschen, egal woher sie kommen und wie reich ihre Eltern sind, mehr Geld für Alleinerziehende und für Familien. "Wir müssen die Familien wieder mehr respektieren",sagte er." Familie und Beruf dürfen keine doppelte Last sein. Ich wünsche mir, dass wir wieder dahin kommen, dass es doppelte Lust ist." Konkret sprach er auch von den Eltern mit Kindern, die zudem noch ihre Eltern pflegen. Diese müssten entlastet werden durch mehr Unterstützung, gebührenfreie Kindertagesstätten, den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz - und auch bei den Steuern.

Rede Schulz mit VideoFoto: Karl Heinz Bleß

Ein engagierter Wahlkämpfer Martin Schulz zog die Zuhörer in seinen Bann.

Respekt war auch sein Stichwort bei vielen anderen Themen, die der Kanzlerkandidat ansprach: Rente, Familie, Pflege, Ausländer, Migranten, aber auch Bildung. Gerade hier war Martin Schulz deutlich, der sagte, dass er auch in einer Universitätsstadt wie Göttingen betone, wie wichtig die Berufsschulen seien. Und während die Kanzlerin bei einer ihrer wenigen konkreten Aussagen ankündige, wie vom amerikanischen Präsidenten gefordert, 30 Milliarden Euro zusätzlich in die Rüstung zu stecken, wolle er das Geld lieber in die Zukunft und die Bildung investieren. "Bildung statt Aufrüstung" war sein Leitgedanke.

Rede SchulzFoto: Karl Heinz Bleß

Dichter saß niemand am Rednerpult ...

Jubel für Martin SchulzFoto: Karl Heinz Bleß

Am Ende der Rede jubelten alle Martin Schulz zu. Hinter ihm Landtagskandidat Gerd Hujahn, Niedersachsene Innenminister Boris Pistorius, dahinter etwas verdeckt Kultusministerin Frauke Heiligenstadt, rechts Landtagskandidatin Doris Glan. Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta und der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Thomas Oppermann.

Selfie mit Martin SchulzFoto: Lutz Riemann

Am Schluss noch schnell ein Selfie mit Martin Schulz

 
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