Nachruf auf Wolfgang Kersten

 

Am 20. März ist Wolfgang Kersten, Ehrenbürger und Altbürgermeister der Gemeinde Wulften, im Alter von 82 Jahren verstorben. Das Engagement in der Kommunal-Politik, für Vereine und die Freiwilligen Feuerwehren waren für ihn eine Lebensaufgabe. Allein 14 Jahre führte er als Vorsitzender den TSV Wulften. 1981 wurde er für die SPD Mitglied im Wulftener Gemeinderat. Zwei Jahre später wurde er zum Gemeindebürgermeister gewählt.

Dieses Amt übte er 18 Jahre aus, bis er 2001 auch aus dem Gemeinderat ausschied. Am 1. November desselben Jahres wurde ihm als erstem Einwohner das Ehrenbürgerrecht der Gemeinde Wulften verliehen.

Über seinen Heimatort hinaus hat Kersten sich große Anerkennung und Wertschätzung erworben. Im Osteroder Kreistag und im Rat der Samtgemeinde Hattorf war er ebenfalls 20 Jahre vertreten. Von 1991 bis 2001 hatte er das Amt des ersten stellvertretender Samtgemeindebürgermeister inne, außerdem arbeitete er in zahlreichen Fachausschüssen des Rates mit. Er war auch 15 Jahre Vorsitzender des Bau- und Feuerschutzausschusses des Kreistages Osterode und nutzte jede Gelegenheit, sich für das Wohl der Feuerwehren einzusetzen. Dafür ernannte ihn der Kreisfeuerwehrverband zum Ehrenmitglied. Wolfgang Kersten hat für sein großes Engagements den Ehrenring des Landkreises Osterode, das Verdienstkreuz des Deutschen Feuerwehrverbandes und das Bundesverdienstkreuz erhalten.

Als Bürgermeister hatte er im November 1988 eine kleine Delegation aus Neung-sur-Beuvron in Frankreich bei ihrem Besuch in Wulften empfangen. Dieses Treffen war der Auftakt für die langjährige deutsch-französische Partnerschaft, die die Wulftener seitdem pflegen.

Der gebürtige Herzberger Kersten wollte ursprünglich Tischler werden, erlernte jedoch 1952 den Beruf des Maschinenbauers. Nach der Ausbildung zog er zunächst nach Düsseldorf, wo er im Baggerbau tätig war. Die Liebe zu seiner Freundin aus den Kindertagen, zu Elfriede Bode, führte ihn dann 1960 nach Wulften. Zwei Jahre später gaben sich die beiden das Ja-Wort. Das Paar bekam eine Tochter und einen Sohn, es folgten Enkelkinder.

1960 fand Kersten eine Anstellung bei der Firma Gebrüder Gropengießer in Wulften, wo er genau 40 Jahre - bis zum Beginn der Rente - tätig war. Im Unternehmen brachte er sich unter anderem auch als langjähriger Betriebsratsvorsitzender ein.

 

Quelle: Harzkurier


 
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